03.03.2015 - Autor: Romina Kühn

SESAM schließe dich!

Zum Ende des Jahres 2014 wurde das Projekt SESAM erfolgreich beendet. Mehr als zwei Jahre lang haben sich Informatiker, Kommunikationswissenschaftler und Kunstpädagogen der Technischen Universität Dresden gemeinsam der Frage gewidmet, wie soziale und allgegenwärtige Medien genutzt werden können, um Menschen aus verschiedenen Generationen und mit verschiedenen sozialen Hintergründen beim lebenslangen Lernen mit (sozialen) Medien zu unterstützen. Aufgrund ihrer Erkenntnisse hat die interdisziplinäre Nachwuchsforschergruppe Modelle und softwaretechnische Anwendungen für zukünftige Lern- und Informationsszenarien entwickelt, um sowohl jungen als auch älteren Menschen das selbstmotivierte Lernen zu erleichtern. Die ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier: Projektergebnisse

Sollten Sie Interesse an der Software des Lernbrowsers bzw. der mobilen Applikation haben, stellen wir Ihnen diese gerne auf Anfrage zur Verfügung. Dazu nehmen Sie bitte Kontakt zu Jun.-Prof. Dr.-Ing. Thomas Schlegel auf: thomas.schlegel@tu-dresden.de

16.04.2014 - Autor: Rebecca Renatus

SESAM startet in zweite große Erhebungsphase

Mit dem Ziel, das Informationsverhalten im Kontext digitaler und konvergenter Medienwelten zu erforschen und den Umgang verschiedener Nutzergruppen mit neuen, auf Social Software basierenden Lernwerkzeugen zu analysieren, finden im Zeitraum von April bis August 2014 unter Leitung des Institut für Kommunikationswissenschaft und der Juniorprofessur für Kunst und Didaktik mit dem Schwerpunkt neue Medien verschiedene Studien statt. Die Studien sollen grundlegende Erkenntnisse zur Informations- und Wissensaneignung mit sozialen und allgegenwärtigen Medien liefern, welche in die Entwicklung des SESAM-Lernbrowsers einfließen.

Wir suchen für alle Erhebungen noch Teilnehmer!

1. Onlinebefragung zum Informationsverhalten zum Thema "gesunde Ernährung"

Wie suchen junge und ältere Internetnutzer nach Informationen zur gesunden Ernährung? Welche Medien sind dabei wichtig? Das sind einige der Fragen, auf die das kommunikationswissenschaftliche Forschungsteam des Projekts SESAM an der Technischen Universität Dresden Antworten sucht.

Noch bis zum 30. April können Interessierte an der Onlinebefragung (Informationsverhalten zum Thema "gesunde Ernährung") teilnehmen.

2. Studie mit simulierten Lernbrowser

Wie erarbeiten sich Jugendliche und Senioren Informationen im digitalen Kontext? Wie gehen sie mit den - mit Hilfe bestehender Anwendungen simulierten - Werkzeugen des Lernbrowsers um? Diese und andere Fragen stehen im Fokus einer qualitativen Studie, in der Probanden die simulierten Werkzeuge des Lernbrowsers praktisch ausprobieren.

Wer Interesse hat, bei einem solchen praktischen Test an der TU Dresden teilzunehmen, kann sich gern an das Projektteam wenden (sesam-ifk@mailbox.tu-dresden.de oder telefonisch unter 0351/46337478).

3. Studie mit Lernpfaden des SESAM-Lernbrowsers

Wie lernen Jugendliche und Senioren mit medial aufbereiteten Lernpfaden? Welche Bedeutung schreiben sie diesen didaktischen Lernwerkzeugen im Kontext ihres Lernalltags zu? Diese und noch weitere Fragen beschäftigen die Kunstpädagogen des SESAM-Projekts in einer qualitativen Studie, in welcher die Probanden in kleinen Gruppen unterschiedliche Lernpfade austesten und bewerten.

Wir freuen uns über Interessenten und stehen für Rückfragen gern per Email (Grit.Steuer@tu-dresden.de) oder telefonisch (0351/46342648) zur Verfügung.

18.12.2013 - Autor: Sören Brunk

Benutzer des uBIS-Systems

Für das Projekt SESAM sind insbesondere zwei Zielgruppen interessant: Schüler im Alter von 12 bis 18 Jahren und ältere Personen ab 55 Jahren. Das Besondere in dem Projekt SESAM ist es, diese beiden teilweise sehr verschiedenen Gruppen zusammen zu bringen und Konzepte zu entwickeln, wie sie nicht nur zusammenarbeiten, sondern auch voneinander lernen können.

Die Jugendlichen einerseits haben schon sehr früh den Umgang mit der heutigen Technik, wie Smartphones und Tablets, gelernt und können diese ohne größere Probleme bedienen. Die älteren Menschen dagegen haben bisher nur wenig bis gar keine Erfahrung mit neuen Medien und neuer Technik. Sie benötigen deswegen viel mehr Hilfe als die 12-18-jährigen. Jedoch steigt das Interesse an mobilen „smarten“ Geräten bei allen Altersklassen.

Um sich ein Bild von den Benutzern machen zu können, bedient man sich im Bereich der Usability (zu Deutsch: Gebrauchstauglichkeit) sogenannter Personas. Personas sind fiktive Repräsentationen von realen Menschen. Sie können genutzt werden, um bestimmte Benutzergruppen stellvertretend darzustellen. Im Folgenden werden zwei Personas vorgestellt. Paul Bauer als Vertreter der Jugendlichen und Marga Schuster als Rentnerin.

Paul Bauer ist 17 Jahre alt und macht bald sein Abitur an einem Gymnasium in Dresden. Er ist ein aufgeschlossener, sportlicher Jugendlicher, der in seiner Freizeit gern Fußball spielt oder Musik hört. Paul ist sehr versiert im Umgang mit Technik, da er schon früh einen eigenen Computer besaß. Seit zwei Jahren hat er ein Smartphone. In der Schule belegt er mit Begeisterung das Fach Informatik und könnte sich auch später vorstellen, dieses Fach zu studieren. Paul ist viel mit seinen Freunden unterwegs und mag es jederzeit und an jedem Ort Informationen über sein mobiles Gerät abrufen zu können. Paul leidet an einer Erdnuss-Allergie und ist aus diesem Grund sensibilisiert für die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Leider ist es teilweise sehr schwierig und kompliziert, diese herauszufinden. Eine Anwendung mit mehr Informationen zu Lebensmittelprodukten wäre für ihn ideal. Denn so könnte er nicht nur die Informationen abrufen, sondern auch mehr über dieses Thema lernen.

Marga Schuster ist 67 Jahre alt und seit 4 Jahren Rentnerin. Nachdem ihr Mann verstarb und sie in Rente gegangen ist, suchte sie nach neuen Herausforderungen und Hobbies. Beruflich war sie an einer Hochschule im Fachbereich Medizin tätig. Sie hat es geliebt ihr Wissen an andere weiter zu geben und über spannende Entwicklungen in der Medizin zu diskutieren. Um mit ihren Enkelkindern besser in Kontakt zu bleiben, legte sie sich ein Tablet zu und kann so nicht nur mit ihnen Emails schreiben, sondern auch per Videochat sprechen. Am liebsten würde sie von überall aus auf Informationen zugreifen. Marga ist es besonders wichtig, sich mit anderen Benutzern auszutauschen.